Stephanie Nückel lebt seit 1984 in Berlin und ist seit 1999 freischaffende bildende Künstlerin im Bereich Malerei. Sie ist fasziniert vom Rätsel des Weiblichen. Die Malerin bricht dabei mit Cliches und räumt mit typisch weiblichen Rollenerwartungen gründlich auf. Was sie wirklich interessiert, ist die entfesselte und befreite Macht weiblicher Erotik in all ihren Erscheinungsformen, Sie trägt immer wieder aufs Neue die Schichten von kulturell Tradiertem ab und spielt gleichzeitig herausfordend damit.

In ihren neuen Arbeiten ( Hasen 2015) jedoch thematisiert sie das grundlegende Missverständnis. Sie benutzt als Metapher die seltsame Tradition der amerikanischen Osterhasenverkleidung. „Lieb gemeinte Gewalt“, ist das thematische Zentrum dieser Arbeiten. Sie spricht damit eine verbrämte, subtile Form von Willkür an, die stets verkleidet daherkommt, mit freundlicher Fassade.