Stephanie Nückel lebt seit 1984 in Berlin und ist seit 1999 freischaffende bildende Künstlerin im Bereich Malerei.
Sie ist fasziniert vom Rätsel des Weiblichen, bricht dabei mit Cliches und räumt mit typisch weiblichen Rollenerwartungen auf. Was sie wirklich interessiert, ist die entfesselte und befreite Macht weiblichen Seins in all ihren Erscheinungsformen. Sie trägt immer wieder aufs Neue die Schichten von kulturell Tradiertem ab und spielt gleichzeitig herausfordend damit.

 

Ihren Arbeiten ist immer eine Doppeldeutigkeit und Hintergründigkeit zu eigen. Selbst wenn die Werke zunächst hell, freundlich und teilweise sogar poppig daher kommen, beschleicht einen beim zweiten Blick oft ein mulmiges Gefühl. Teils subtil, teils deutlich scheint noch eine andere, weniger nette Seite des Seins hindurch.

 

 

 

In Göttingen geboren und dort gelebt bis Projekt Teddy beendet war.

Oft umgezogen - darunter Hannover, Wendelstein, FFB, München - bis ich meinen
Kindheitstraum folgte. Ich wollte Tempeltänzerin in Indien werden.

Das klappte nicht - nach meheren halbjährigen Reisen blieb ich in Deutschland.

Drei Jahre bodenständig in der Rhön - als Basispunk habe ich Biogemüse angebaut, Holzspielzeug hergestellt, Brot gebacken und Kräuter gesammelt.

Und dann rief die große Lichterstadt. Schluss mit Bio! Es lebe der Punk - auf nach Berlin!

Hier erstmal große Verwirrung mit langer Orientierungsphase, die mit einer Ausbildung als Erzieherin begann.

Die Neugier trieb mich bis Mitte - ein Haus besetzen!

Aber alles schön mit Stil ;)

Die Lust aufs Reisen verging nicht. Und aufs Lernen auch nicht. Eine Kunsttherapieausbildung von '91 - '95.

Und dann 11 Jahre als Ausbilderin für Kunsttherapeuten an der Kölner Schule für Kunsttherapie Dependence Berlin.

JA! Ernsthafte Auseinandersetzung darüber, ob ich den Sprung wage  - raus aus der Sicherheiten - hinein ins freie  Künstlerleben?

1999 alle Seile gekappt und erstmal ganz schön ins Schleudern gekommen. Freiheit, Selbstmanagement und Selbstbestimmtheit wollen gelernt sein!

Der Sprung hat sich gelohnt! Es kommen gute Jahre! Ich kann tatsächlich von meiner Kunst leben.
Und lerne nebenbei noch Fotografie (www.missstephanja.de)

Farbe? Ja! Die Malerei entwickelt sich. Ich liebe Farben und habe offenbar auch ein Gefühl für sie.

Meine Themen kristallisieren sich immer deutlicher heraus.
Genaueres dazu in den ARTIST FAQS.

Nun sind es schon 20 Jahre. Den Sprung habe ich immer noch nicht bereut. Die Malerei trägt mich und nährt mich. Nicht nur seelisch ;-)

Die Ent-wicklung (schönes Wort) geht weiter.


Und auf zu immer neuen Ufern!