„Malerei war immer meine Sehnsucht, das wohin es mich zog. Doch mußte ich Berge von familiärem Schutt, der darüber lag bewältigen, bevor ich meiner Berufung frei folgen konnte. Ende 30 ist für den verrückten Kunstmarkt ziemlich spät, Unis wollen einen dann nicht mehr – also kämpfte ich mich mit Kursen und einem kurzen Intensivstudium bis zu meiner immer weiter wachsenden Qualität durch.“

 

Stephanie Nückel lebt seit 1984 in Berlin und ist seit 1999 freischaffende bildende Künstlerin im Bereich Malerei.
Sie ist fasziniert vom Rätsel des Weiblichen, bricht dabei mit Cliches und räumt mit typisch weiblichen Rollenerwartungen auf. Was sie wirklich interessiert, ist die entfesselte und befreite Macht weiblichem Seins in all ihren Erscheinungsformen, Sie trägt immer wieder aufs Neue die Schichten von kulturell Tradiertem ab und spielt gleichzeitig herausfordend damit.

 

Ihren Arbeiten ist immer eine Doppeldeutigkeit und Hintergründigkeit zu eigen. Selbst wenn die Werke zunächst hell, freundlich und teilweise sogar poppig daher kommen, beschleicht einen beim zweiten Blick oft ein mulmiges Gefühl. Teils subtil, teils deutlich scheint noch eine andere, weniger nette Seite des Seins hindurch.

 

Sie befasst sich in allen ihren Arbeiten mit den Blüten des Scheins, der Verführung, des Doppeldeutigen.

 

Jedes Mal bekomme ich Reiselust, wenn ich vor den Bildern der Malerin Stephanie Nückel stehe.

 

Ich möchte am liebsten alles hinschmeißen, hier und jetzt, und sofort aufbrechen. Wohin? Keine Ahnung. Bilder sprechen bekanntlich nicht, aber Stephanie Nückels Bilder rufen trotzdem. Stumm und wild fordern sie mich heraus – „steh auf, komm, betrete die entlegenen Wege, das unbekannte Land.“

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Ist er ihnen schon einmal begegnet, der Unbekannte im Hasenkostüm....? Der, der sich – süßlich lächelnd oder grotesk grinsend – als lustiger Geselle ausgibt, um im Supermarkt, auf Kinderfesten oder wo auch immer Kinder zu bespaßen?

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Circen“: Es fällt schwer ihnen auszuweichen. Den Blicken von Alba, Christal, Damina und all den anderen Frauen, die allesamt eins gemeinsam haben: Sie sind schön. Schön im klassischen Sinne, nach dem Idealtypus: feine, symmetrische Gesichtszüge, ebenmäßige Haut und große Augen. Und so ziehen sie uns in ihren Bann, der unsere Konzentration strudelnd wie ein Sog ergreift.

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